Wenn Standard nicht mehr passt
Ein kleiner Raum, eine schräge Wand, vorhandene Technik und Arbeitsabläufe, die mit einer normalen Küche wenig zu tun haben: Für die neue Kerzengießerei der LH-Kerzenmanufaktur in Lüdinghausen war keine Lösung von der Stange gefragt.
Unsere Aufgabe bei Jödicke Design bestand deshalb nicht darin, einfach einige Schränke und eine Arbeitsplatte in den Raum zu stellen. Zuerst mussten wir verstehen, wie in einer Kerzengießerei gearbeitet wird. Wo wird Wachs geschmolzen? Wo werden Formen vorbereitet? Welche Werkzeuge müssen griffbereit sein? Welche Lasten müssen Schubladen tragen? Und wie bleibt trotz wenig Platz genügend Raum für Workshops?
Aus diesen Anforderungen entstand Schritt für Schritt eine individuell geplante Gewerbeeinrichtung.
Maßarbeit beginnt mit dem Verstehen der Aufgabe
Individuelle Möbel bedeuten für uns nicht einfach, einen Standardschrank etwas breiter oder schmaler zu bauen. Entscheidend ist, welche Aufgabe ein Möbel oder ein Raum für den Kunden erfüllen soll.
Bei der LH-Kerzenmanufaktur kamen das Wissen über Kerzenguss, Wachse und Arbeitsabläufe auf der einen Seite und unser Wissen über Möbelbau, Materialien, Konstruktion und Montage auf der anderen Seite zusammen.
So entstand eine Einrichtung, die nicht nur in den Raum passt, sondern zur täglichen Arbeit des Kunden. Genau darin sehen wir den eigentlichen Nutzen von Maßarbeit: Nicht der Kunde muss seine Anforderungen an vorhandene Möbel anpassen. Die Einrichtung wird an Raum, Nutzung und Anforderungen angepasst.
Die Aufgabe: Aus einem ehemaligen Apothekenlabor wird eine Kerzengießerei

Die neue Gießerei der LH-Kerzenmanufaktur entsteht in einem ehemaligen Labor einer Apotheke in der Blaufärbergasse in Lüdinghausen.
Bei unserem Kunden trägt der Raum inzwischen den passenden Namen Hexenküche.
Mit ungefähr 3,3 × 3,5 Metern steht nur eine begrenzte Fläche zur Verfügung. Gleichzeitig soll der Raum viele verschiedene Aufgaben übernehmen.
Hier werden Wachse vorbereitet, Paraffin und Stearin gemischt, Farben hergestellt, Formen befüllt und fertige Kerzen zum Abkühlen abgestellt.
Dazu kommt eine zweite Nutzung: Die LH-Kerzenmanufaktur möchte den Raum später auch für Workshops zum Kerzengießen und Kerzenziehen einsetzen.

Die Mitte des Raumes muss deshalb flexibel bleiben.
Zusätzlich gab es einige bauliche Besonderheiten:
- eine Wand verläuft nicht rechtwinklig
- eine vorhandene Spüle sollte integriert werden
- ein Boiler musste berücksichtigt werden
- Elektroanschlüsse waren bereits vorhanden
- der Kondenswasserschlauch der Klimaanlage musste sinnvoll geführt werden
- möglichst viel Stauraum sollte entstehen
- und trotzdem durfte der kleine Raum nicht zugestellt wirken
Damit war schnell klar: Hier ging es nicht darum, möglichst viele Schränke unterzubringen.
Es ging darum, aus wenigen Quadratmetern einen funktionierenden Arbeitsplatz zu machen.
Was muss eine Kerzengießerei eigentlich können?
Für uns als Tischlerei war zunächst interessant, welche Anforderungen das Kerzengießen überhaupt an Möbel und Arbeitsflächen stellt.
Wer nur die fertige Kerze sieht, denkt vielleicht an einen Topf mit Wachs, einen Docht und eine Form.
In der Praxis gehört deutlich mehr dazu.
Unser Kunde benötigt unter anderem unterschiedliche Wachssorten, Farbwachs und sogenannte Cracker, Gießformen in verschiedenen Größen, Dochte, Dochthalter, Hilfsmittel zum Zentrieren, Knetmasse zum Abdichten der Formen, Thermometer, Waagen, Rührwerkzeuge, Gießgefäße, Messer, Spachtel und Reinigungsmaterial.
Einige dieser Dinge werden ständig gebraucht und müssen schnell erreichbar sein. Andere benötigen nur gelegentlich Zugriff, brauchen aber trotzdem einen festen Platz.

Hinzu kommt das Gewicht. Rohwachs ist schwer. Auch größere Gießformen können einiges wiegen. Schubladen und Einlegeböden müssen deshalb entsprechend belastbar ausgelegt sein.
Welche Arbeitsfläche eignet sich für heißes Wachs?
Auch bei den Oberflächen gelten andere Anforderungen als in einer normalen Küche.
Beim Kerzengießen kann flüssiges Paraffin oder Stearin auf Arbeitsplatten und Fronten gelangen. Nach dem Abkühlen müssen diese Rückstände wieder entfernt werden können.
Empfindliche Oberflächen wären hier fehl am Platz.
Wichtig sind Materialien, die robust sind, sich gut reinigen lassen und auch eine etwas handwerklichere Behandlung vertragen.
Bei diesem Projekt standen deshalb Funktion, Belastbarkeit und Reinigungsfähigkeit deutlich vor empfindlicher Hochglanzoptik.
Der Kunde kennt seinen Prozess – wir kennen Möbel und Innenausbau

Die LH-Kerzenmanufaktur kam bereits mit eigenen Vorstellungen und einem ersten Funktionsplan zu uns.
Das war eine gute Grundlage.
Der Kunde wusste sehr genau, welche Arbeitsabläufe später in dem Raum stattfinden sollen. Unsere Aufgabe bestand darin, diese Anforderungen aus Sicht des Möbelbaus zu prüfen und daraus eine umsetzbare Lösung zu entwickeln.
Im Beratungsgespräch ging es deshalb nicht nur um Maße.
Wie weit müssen Schubladen ausziehen? Wo lagern schwere Formen? Welche Oberfläche lässt sich nach einem Wachsunfall wieder reinigen? Wo soll gegossen werden? Wo sollen Kerzen abkühlen? Wie bleibt die Mitte des Raumes für Workshops frei? Wie integrieren wir vorhandene Technik? Welche Sondermaße ergeben sich aus dem Grundriss?

Genau solche Gespräche sind für uns ein wichtiger Teil individueller Planung.
Ingo Gehlhaar:
„Wir konnten sehr genau erklären, wie wir arbeiten und was wir brauchen. Karsten hat diese Anforderungen aus Sicht des Tischlers betrachtet und mit uns gemeinsam daraus eine Lösung entwickelt, die in diesem kleinen Raum tatsächlich funktioniert.“
Warum nicht einfach Standardmöbel?
Standardmöbel haben selbstverständlich ihre Berechtigung.
Durch feste Raster, große Stückzahlen und industrielle Fertigung können sie wirtschaftlich hergestellt werden. Für viele normale Raumsituationen ist das vollkommen sinnvoll.
Schwieriger wird es dort, wo der Kunde beginnt, seine Anforderungen an das vorhandene Möbelraster anzupassen.
Bei der Kerzengießerei hätte man sicherlich versucht, verschiedene Standardschränke miteinander zu kombinieren. Aber dann hätten die verfügbaren Breiten bestimmt, wie der Raum genutzt wird.
Bei einer individuellen Fertigung funktioniert es umgekehrt.
Wir betrachten zunächst den Raum, die Nutzung, die vorhandene Technik, die benötigten Arbeitsabläufe und den gewünschten Stauraum. Danach ergeben sich die Maße.
Ob eine Schublade am Ende 80, 90 oder 83,5 Zentimeter breit sein muss, ist für uns nicht die entscheidende Frage.
Entscheidend ist, welches Maß an dieser Stelle sinnvoll ist.
Nicht der Raum wird an das Möbel angepasst
Bei diesem Projekt mussten unter anderem die schräge Wand, die Position der vorhandenen Spüle, der Boiler und weitere technische Anschlüsse berücksichtigt werden.
Ein bereits vorhandenes Schubladensystem sollte ebenfalls weiter genutzt werden.
So entstand aus einzelnen Anforderungen eine zusammenhängende Einrichtung.
Genau darin liegt für uns der Unterschied:
Nicht der Raum muss sich an das Möbel anpassen. Das Möbel wird an Raum und Nutzung angepasst.
Warum die LH-Kerzenmanufaktur mit uns arbeitet

Die neue Gießerei war nicht das erste gemeinsame Projekt.
Bereits zuvor hatten wir die Küche von Angela Barbian geplant und eingerichtet.

Dadurch kannte man sich bereits und wusste, wie der jeweils andere arbeitet.
Für die Gießerei brachte die LH-Kerzenmanufaktur wieder eigene Ideen und Anforderungen mit. Wir konnten darauf aufbauen, konstruktive Fragen klären und weitere Vorschläge ergänzen.
Ingo Gehlhaar:
„Karsten war bei der Idee sofort Feuer und Flamme. Er hat nicht gefragt, welche Standardküche wir möchten, sondern wie wir in diesem Raum arbeiten wollen. Genau diese Herangehensweise kannten wir schon aus unserem ersten gemeinsamen Projekt.“
Jödicke Design – Tischlerei und Küchenstudio in Lüdinghausen

Unsere Tischlerei besteht seit 1991. Seit 2005 gehört außerdem ein Wohn- und Küchenstudio zu unserem Betrieb.
Wir planen und fertigen individuelle Möbel und Einrichtungen für private und gewerbliche Kunden.

Dazu gehören unter anderem individuelle Küchen, Einbauschränke, Möbel für Dachschrägen und Nischen, Einzelmöbel, Wohnmöbel, Ladeneinrichtungen, Objekteinrichtungen, Theken, Empfangsbereiche und weitere Sonderlösungen.
Unsere überschaubare Betriebsgröße ermöglicht kurze Wege.
Der Kunde spricht nicht mit einer Verkaufsabteilung, die seine Wünsche anschließend durch mehrere Stationen weitergibt.
Planung, Werkstatt und Montage arbeiten eng zusammen.
Gerade bei Aufgaben, für die es keine fertige Standardlösung gibt, ist dieser direkte Austausch besonders hilfreich.
Erst verstehen, dann planen
Für uns beginnt eine individuelle Einrichtung deshalb nicht mit der Frage:
Welchen Schrank möchten Sie kaufen?
Die wichtigere Frage lautet:
Welche Aufgabe soll dieser Raum oder dieses Möbel für Sie lösen?
Diese Frage ist bei einer Küche genauso wichtig wie bei einer Werkstatt, einem Laden oder einer ungewöhnlichen Gewerbeeinrichtung.
Bei der LH-Kerzenmanufaktur ging es beispielsweise nicht um eine Küchenzeile.
Es ging darum, Arbeitswege kurz zu halten, Materialien sinnvoll unterzubringen, schwere Formen sicher zu lagern, robuste Arbeitsflächen zu schaffen, vorhandene Technik einzubinden und gleichzeitig genügend Flexibilität für unterschiedliche Nutzungen zu erhalten.
Erst wenn diese Punkte geklärt sind, beginnt die eigentliche Möbellösung.
Von der Planung in unsere Werkstatt
Nach Abschluss der Planung werden aus den Anforderungen konkrete Fertigungsmaße.
Korpusse, Schubladen, Arbeitsplatten und Sonderteile werden auf den jeweiligen Raum abgestimmt und in unserer Werkstatt vorbereitet.
Für den Kunden ist dabei weniger entscheidend, welche Maschine welchen Arbeitsschritt übernimmt.
Wichtiger ist das Ergebnis.
Die Maße müssen stimmen. Belastete Bauteile müssen entsprechend ausgelegt sein. Kanten und Oberflächen müssen zur späteren Nutzung passen. Und beim Einbau muss alles zusammenpassen.
Möbelbau ist deshalb Teamarbeit.
Von der Planung über den Zuschnitt und die Vorbereitung bis zur Montage greifen verschiedene Arbeitsschritte ineinander.
Maßarbeit endet nicht an der Werkstatttür

Nach der Fertigung wurden die Möbelteile zur LH-Kerzenmanufaktur gebracht und vor Ort montiert.
Erst dort wird aus einzelnen Korpussen und Arbeitsplatten eine vollständige Einrichtung.
Gerade bei kleinen oder schwierigen Räumen ist die Montage ein wesentlicher Teil der Lösung.
Bei der Gießerei mussten Möbel sauber ausgerichtet, Arbeitsplatten an den vorhandenen Raum angepasst, die Spüle passgenau integriert und Boiler, Leitungen sowie Anschlüsse berücksichtigt werden.
Das Ziel war nie, möglichst viele Möbel in den Raum zu stellen.
Das Ziel war ein Raum, der funktioniert.
Der wichtigste Test: Arbeitet der Kunde darin?

Für uns endet ein Projekt nicht mit dem letzten montierten Schrank.
Die entscheidende Frage lautet:
Funktioniert die Einrichtung im Alltag des Kunden?
Bei der LH-Kerzenmanufaktur ließ die Antwort nicht lange auf sich warten.
Kurz nach dem Aufbau wurde die neue Gießerei bereits praktisch genutzt.
Ingo Gehlhaar mischte Paraffin und Stearin und bereitete daraus unter anderem das Material für die sogenannten Cracker der Mosaikkerzen vor.
Während der Eröffnung der Manufaktur wurden anschließend die ersten zehn Mosaikkerzen in der neuen Gießerei gegossen.
Die Kerzen konnten nach dem Abkühlen entformt werden.

Damit war der wichtigste Praxistest bestanden.
Die Einrichtung ist noch nicht in jedem organisatorischen Detail abgeschlossen. Einige Abläufe und Lagerlösungen werden sich im täglichen Betrieb weiterentwickeln.
Aber der eigentliche Zweck ist erfüllt:
In diesem Raum werden Kerzen hergestellt.
Was hat die LH-Kerzenmanufaktur konkret davon?
Der Nutzen der neuen Einrichtung besteht nicht allein darin, dass der Raum jetzt ordentlicher aussieht.

Für den Kunden verändert sich der gesamte Arbeitsablauf.
Die bisher in Wuppertal betriebene Gießerei kann vollständig nach Lüdinghausen umziehen. Wachs, Formen, Werkzeuge und Geräte erhalten feste Plätze. Arbeitswege werden kürzer. Materialien müssen nicht mehr provisorisch gelagert werden. Die Arbeitsflächen wurden auf die tatsächliche Nutzung abgestimmt.
Und die Mitte des Raumes bleibt flexibel genug, um später auch Workshops durchführen zu können.
Der kleine Raum übernimmt damit gleich mehrere Funktionen:
- Produktionsraum
- Lager
- Arbeitsplatz
- Reinigungsbereich
- und Workshopraum
Genau dafür wurde die Einrichtung entwickelt.
Was dieses Projekt über unsere Arbeitsweise zeigt
Wir werden sicherlich nicht jede Woche eine Kerzengießerei bauen.
Darum geht es bei diesem Referenzprojekt auch nicht.
Die eigentliche Aufgabenstellung lässt sich auf viele andere Projekte übertragen.
Ein Kunde hat einen besonderen Raum, eine ungewöhnliche Nutzung, vorhandene Technik, spezielle Anforderungen oder einen Entwurf, der nicht aus Standardmöbeln zusammengesetzt werden kann.
Dann beginnt unsere Arbeit mit denselben Fragen:
Was soll hier passieren?
Wie wird der Raum genutzt?
Welche Probleme müssen wir lösen?
Was muss dauerhaft funktionieren?
Die Kerzengießerei ist deshalb ein gutes Beispiel dafür, wie aus einer ungewöhnlichen Aufgabenstellung eine individuelle Einrichtung entsteht.
Sie möchten Ihr Zuhause individuell einrichten?
Vielleicht beschäftigen Sie Fragen wie:
Wie nutze ich eine Dachschräge sinnvoll?
Standardmöbel lassen unter Dachschrägen oft viel Platz ungenutzt.
Eine individuelle Lösung kann sich an die tatsächliche Geometrie des Raumes anpassen.
Wie bekomme ich einen Schrank exakt in eine Nische?
Gerade bei kleinen Räumen kann jeder Zentimeter wichtig sein.
Statt die Nische an ein vorhandenes Möbel anzupassen, kann das Möbel nach den vorhandenen Maßen gefertigt werden.
Wie lässt sich eine Küche an einen ungewöhnlichen Grundriss anpassen?
Nicht jeder Küchenraum folgt einem perfekten Raster.
Vorhandene Fenster, Türen, Anschlüsse, Schrägen und besondere Arbeitsabläufe können bei einer individuellen Planung von Anfang an berücksichtigt werden.
Sie führen einen Gewerbebetrieb oder eine Manufaktur?
Dann stellen sich vielleicht ähnliche Fragen wie bei der LH-Kerzenmanufaktur:
Wie bekomme ich auf wenig Fläche genügend Stauraum?
Gerade kleine Betriebe können es sich kaum leisten, Fläche zu verschenken.
Stauraum sollte dort entstehen, wo er gebraucht wird, ohne Arbeitswege unnötig zu verlängern.
Können Möbel an unsere Arbeitsabläufe angepasst werden?
Ja.
Bei einer individuellen Gewerbeeinrichtung sollte nicht das vorhandene Möbel bestimmen, wie gearbeitet wird.
Die Einrichtung kann aus den tatsächlichen Abläufen heraus entwickelt werden.
Kann vorhandene Technik integriert werden?
Vorhandene Anschlüsse, Geräte, Leitungen oder andere Einbauten können bereits während der Planung berücksichtigt werden.
Genau das war auch bei der Kerzengießerei ein wichtiger Teil der Aufgabe.
Sie sind Architekt oder Planer?
Dann stellen sich andere Fragen:
Wer setzt Sonderdetails zuverlässig um?
Nicht jeder Entwurf lässt sich aus Standardbauteilen zusammensetzen.
Individuelle Details können in unserer Werkstatt gefertigt und vor Ort angepasst werden.
Kann ich technische Fragen direkt mit dem Tischler besprechen?
Gerade bei Sonderlösungen ist ein direkter Austausch wichtig.
Kurze Wege zwischen Planung, Fertigung und Montage helfen dabei, Fragen schnell zu klären.
Wer übernimmt Aufmaß, Fertigung und Montage?
Diese Arbeitsschritte sollten zusammenpassen.
Denn ein gutes Möbel beginnt nicht erst in der Werkstatt und endet nicht mit der Lieferung.
Sie planen mehrere Wohnungen oder ein größeres Wohnprojekt?
Bei mehreren Wohneinheiten verändern sich die Anforderungen.
Dann lauten typische Fragen beispielsweise:
Wer kann mehrere Küchen oder Einbauten innerhalb eines Projektes umsetzen?
Neben der Gestaltung werden Organisation, Aufmaß und zuverlässige Abläufe besonders wichtig.
Wie lassen sich wiederkehrende Lösungen mit Sonderwünschen kombinieren?
Nicht jede Wohnung oder jeder Bewohner hat exakt dieselben Anforderungen.
Wiederholbare Lösungen und individuelle Anpassungen müssen deshalb sinnvoll miteinander verbunden werden.
Wer stimmt sich mit Architekt oder Bauleitung ab?
Je größer ein Projekt wird, desto wichtiger wird eine klare Abstimmung zwischen den beteiligten Gewerken und Planern.
Sie richten einen Laden, eine Praxis oder einen Kundenbereich ein?
Hier muss eine Einrichtung meist zwei Aufgaben gleichzeitig erfüllen.
Sie soll gut funktionieren und gleichzeitig nach außen wirken.
Wie verbinde ich Stauraum und Arbeitsfunktion mit einer guten Gestaltung?
Mitarbeiter benötigen kurze Wege und ausreichend Platz. Kunden sollen trotzdem einen aufgeräumten und professionellen Eindruck erhalten.
Wie muss eine Empfangstheke aufgebaut sein?
Eine Theke ist Arbeitsplatz und Visitenkarte gleichzeitig.
Sie muss ergonomisch funktionieren, Technik aufnehmen und zum Erscheinungsbild des Unternehmens passen.
Wie lässt sich ein kleiner Verkaufsraum besser nutzen?
Gerade bei kleinen Ladenflächen können individuelle Einbauten helfen, Präsentation, Stauraum und Arbeitsfläche miteinander zu verbinden.
Standard oder Maßanfertigung – muss man sich immer entscheiden?
Nicht zwangsläufig.
Durch die Verbindung von Tischlerei und Küchenstudio können unterschiedliche Lösungswege sinnvoll miteinander kombiniert werden.
Wo eine gute Standardlösung die Anforderungen erfüllt, kann sie wirtschaftlich sinnvoll sein.
Wo Standardmaße oder Standarddetails nicht ausreichen, können individuell gefertigte Elemente ergänzen oder eine vollständige Maßanfertigung entstehen.
Für viele Projekte kann deshalb ein einfaches Prinzip sinnvoll sein:
So viel Standard wie sinnvoll – so viel Maßanfertigung wie nötig.
Was Sie bei Jödicke Design erwarten können
Unabhängig davon, ob es um eine Küche, einen Einbauschrank, ein einzelnes Möbel oder eine Gewerbeeinrichtung geht, folgen wir einem einfachen Grundprinzip.
Wir hören zu
Was möchten Sie erreichen?
Wie nutzen Sie den Raum?
Wo liegen die Probleme?
Wir planen
Maße, Funktionen und Materialien werden an die tatsächlichen Anforderungen angepasst.
Wir fertigen
Individuelle Bauteile und Sondermaße können in unserer eigenen Werkstatt umgesetzt werden.
Wir montieren
Erst beim Einbau wird aus einzelnen Möbelteilen eine vollständige Einrichtung.
Wir bleiben persönlich ansprechbar
Kurze Wege zwischen Kunde, Planung, Werkstatt und Montage erleichtern gerade ungewöhnliche Projekte.
Eine echte Kundenreferenz statt Eigenwerbung
Begriffe wie individuell, hochwertig oder maßgefertigt finden sich auf vielen Webseiten.
Entscheidend ist, was dahinter steckt.
Die neue Gießerei der LH-Kerzenmanufaktur zeigt an einem konkreten Beispiel, welche Ausgangssituation vorhanden war, welche Anforderungen der Kunde hatte, welche Besonderheiten der Raum mitbrachte, wie gemeinsam geplant wurde, wie daraus Möbel entstanden und ob die Lösung später tatsächlich funktioniert.
Für einen zukünftigen Kunden muss die eigene Aufgabe deshalb überhaupt nichts mit Kerzen zu tun haben.
Vielleicht haben Sie eine Dachschräge.
Vielleicht planen Sie eine Praxis.
Vielleicht benötigen Sie mehrere Küchen für ein Wohnprojekt.
Vielleicht hat Ihr Architekt etwas entworfen, das sich mit Standardmöbeln nicht umsetzen lässt.
Oder vielleicht haben Sie – genau wie die LH-Kerzenmanufaktur – einen kleinen Raum, der erstaunlich viele Aufgaben erfüllen soll.
Dann ist die entscheidende Frage dieselbe:
Müssen Sie Ihre Anforderungen an vorhandene Möbel anpassen – oder soll die Einrichtung zu Ihren Anforderungen passen?
Wenn die Aufgabe nicht in ein Raster passt
Die Kerzengießerei der LH-Kerzenmanufaktur ist sicherlich kein alltägliches Projekt.
Gerade deshalb zeigt sie unsere Arbeitsweise besonders gut.
Zuerst wurde die Aufgabe verstanden.
Dann wurden die Anforderungen gemeinsam mit dem Kunden geordnet.
Anschließend entstand daraus eine individuelle Planung.
Die Möbel wurden gefertigt und vor Ort montiert.
Und am Ende konnte der Kunde genau das tun, wofür die Einrichtung gebaut wurde:
Kerzen gießen.
Genau darin sehen wir den Sinn guter Maßarbeit.
Zuhören, mitdenken und aus einer besonderen Aufgabe eine passende handwerkliche Lösung entwickeln.
Häufige Fragen zu Möbeln nach Maß und individuellen Einrichtungen
Wann lohnt sich eine Maßanfertigung? Können schwierige Räume, vorhandene Technik oder besondere Arbeitsabläufe berücksichtigt werden? Hier beantworten wir häufige Fragen rund um individuelle Möbel, Gewerbeeinrichtungen, Planung, Fertigung und Montage bei Jödicke Design.
Wann lohnt sich ein Möbel nach Maß?
Ein Möbel nach Maß ist besonders sinnvoll, wenn Standardmaße nicht optimal zum vorhandenen Raum passen, Nischen oder Dachschrägen genutzt werden sollen oder besondere Anforderungen an Funktion, Belastbarkeit und Gestaltung bestehen. Gerade bei kleinen oder ungewöhnlichen Räumen kann eine Maßanfertigung helfen, vorhandene Fläche besser auszunutzen.
Was ist der Unterschied zwischen Standardmöbeln und einer Maßanfertigung?
Bei Standardmöbeln sind Maße und Raster weitgehend vorgegeben. Bei einer Maßanfertigung wird die Einrichtung an Raum, Nutzung und Anforderungen angepasst. Entscheidend ist also nicht, welches vorhandene Möbel ungefähr passt, sondern welche Lösung für die konkrete Aufgabe sinnvoll ist.
Plant Jödicke Design auch individuelle Gewerbeeinrichtungen?
Ja. Neben Küchen und Möbeln für private Kunden plant und fertigt Jödicke Design auch individuelle Einrichtungen für gewerbliche Räume. Dazu können Arbeitsbereiche, Laden- und Objekteinrichtungen, Theken, Empfangsbereiche oder besondere Produktionsräume gehören.
Können Möbel an besondere Arbeitsabläufe angepasst werden?
Ja. Gerade bei gewerblichen Einrichtungen ist es sinnvoll, zunächst zu verstehen, wie in einem Raum tatsächlich gearbeitet wird. Daraus können Position, Größe, Belastbarkeit und Ausstattung der Möbel entwickelt werden. Bei der Kerzengießerei der LH-Kerzenmanufaktur entstand die Einrichtung beispielsweise direkt aus den Arbeitsabläufen beim Kerzengießen.
Kann vorhandene Technik in eine individuelle Einrichtung integriert werden?
Ja. Vorhandene Geräte, Anschlüsse, Leitungen und andere technische Einbauten können bereits bei der Planung berücksichtigt werden. Bei der Kerzengießerei mussten unter anderem Spüle, Boiler, Elektroanschlüsse und die Kondenswasserleitung einer Klimaanlage in die neue Einrichtung integriert werden.
Sind auch ungewöhnliche Sondermaße möglich?
Ja. Ein Vorteil der individuellen Fertigung besteht darin, dass Möbel nicht ausschließlich an feste Standardraster gebunden sind. Wenn für eine bestimmte Stelle eine ungewöhnliche Breite oder Höhe sinnvoll ist, kann die Konstruktion entsprechend angepasst werden.
Fertigt Jödicke Design auch Möbel für Dachschrägen und Nischen?
Ja. Dachschrägen, Nischen und ungewöhnliche Grundrisse sind typische Situationen, in denen individuell gefertigte Möbel ihre Vorteile ausspielen können. Ziel ist es, den vorhandenen Raum möglichst sinnvoll zu nutzen und unnötig verschenkte Flächen zu vermeiden.
Übernimmt Jödicke Design auch die Montage vor Ort?
Ja. Planung, Fertigung und Montage gehören bei individuellen Projekten zusammen. Gerade bei Sondermaßen oder schwierigen Raumsituationen zeigt sich beim Einbau, wie gut Aufmaß, Konstruktion und Fertigung aufeinander abgestimmt sind.
Kann Jödicke Design mit Architekten und Planern zusammenarbeiten?
Ja. Individuelle Tischlerarbeiten können auch auf Grundlage von Entwürfen und Planungen eines Architekten oder Planungsbüros umgesetzt werden. Dabei sind insbesondere die Abstimmung von Details, das Aufmaß, Sondermaße, Materialauswahl und die spätere Montage wichtig.
Sind auch Projekte mit mehreren Wohneinheiten möglich?
Bei größeren Wohnprojekten können wiederkehrende Lösungen mit individuellen Anpassungen kombiniert werden. Wichtig sind dabei eine saubere Planung, zuverlässiges Aufmaß sowie die Abstimmung mit Bauherr, Architekt oder Bauleitung.
Plant Jödicke Design auch individuelle Küchen?
Ja. Zum Leistungsspektrum gehören individuelle Küchenlösungen. Raummaße, Anschlüsse, Arbeitsabläufe, Gestaltung und besondere Kundenwünsche können bereits bei der Planung berücksichtigt werden.
Muss bei einer individuellen Einrichtung alles maßgefertigt werden?
Nicht unbedingt. Wo eine passende Standardlösung sinnvoll und wirtschaftlich ist, kann sie eingesetzt werden. Wo Standardmaße oder Standarddetails an Grenzen stoßen, können individuell gefertigte Elemente ergänzen oder eine vollständige Maßanfertigung entstehen. Ein sinnvolles Prinzip lautet deshalb: so viel Standard wie sinnvoll, so viel Maßanfertigung wie nötig.
Wie beginnt die Planung einer individuellen Einrichtung?
Am Anfang steht die Frage, welche Aufgabe der Raum oder das Möbel erfüllen soll. Dazu werden Nutzung, Arbeitsabläufe, vorhandene Technik, Maße, Stauraumbedarf und gestalterische Wünsche betrachtet. Erst daraus entwickelt sich die konkrete Möbellösung.
Warum ist die Kerzengießerei der LH-Kerzenmanufaktur ein gutes Beispiel für Maßarbeit?
Der Raum ist klein, eine Wand verläuft schräg und gleichzeitig mussten Produktion, Lagerung, Reinigung und spätere Workshops berücksichtigt werden. Zusätzlich waren vorhandene technische Einrichtungen zu integrieren. Das Projekt zeigt deshalb anschaulich, wie aus vielen Einzelanforderungen eine funktionierende Gesamtlösung entstehen kann.
Für welche Kunden sind individuelle Lösungen von Jödicke Design interessant?
Individuelle Lösungen können für Privatkunden, Bauherren, Gewerbebetriebe, Manufakturen, Ladeninhaber, Praxen, Gastronomiebetriebe, Architekten, Planungsbüros und Eigentümer größerer Wohnprojekte interessant sein. Entscheidend ist weniger die Branche als die Frage, ob eine Standardlösung die vorhandene Aufgabe ausreichend lösen kann.